Biveroni's Reisegrüsse (einige Reisen, vor allem die ersten warten noch auf ihre Publikation)

Akklimatisirung an die Höhe (Leh: 3'500 MüM.) ist sehr wichtig, und da schadet 'spiritueller Sport' mit Drehen der riesigen Gebetsmühlen nicht. Bei jeder Umdrehung gibt es einen Glockenschlag, das motiviert. Solche riesige Gebetsmühlen gibt es sehr viele in Ladakh.

Leh hat sich seit unserer Reise hierher vor 38 Jahren enorm verändert. Die Gebäude an der Mall waren einstöckig und wir können uns nicht an die prominente Moschee (links im Bild) erinnern. Nur der ehemalige Königspalast thronte über der kleinen Stadt.

Es gab praktisch keine Autos in ganz Ladakh, keinen zivilen Flughafen, und Ausländer waren rar.

Zum Glück ist die Mall autofrei; in der übrigen Stadt herrscht nämlich Indisches Auto Chaos.

Hemis Gompa, ein mächtiges Bauwerk, das grösste und reichste Kloster Ladakhs.

Leider ist der Himmel heute grau, ungwöhnlich zu dieser Jahreszeit.

Dieses Foto von Leh hat Renate aus dem Flugzeug geschossen. Es ist wohl die grösste Oase in Ladakh.

Freudiges Wiedersehen am Flughafen. Einquartieren in einem netten Hotel mit schönem Garten. Trotz langem Flug ist Renate fit (sie war früher eben Stewardes bei SWISSAIR)!

Der Puja ('Pudscha') Versammlungsraum (links oben). Ein Mönch murmelt die Lehren Buddhas oder Gebete vor sich hin.

Hochverehrt wird Padmasambava (12m hohe Riesenstatue oben), auch Guru Rimpoche genannt, ein Indischer Yogi, der im 8. Jahrhundert den Buddhismus im Westhimalaya verbreitet hat – "Vater des Bhuddismus in Tibet".

Das Rad des Lebens, eine komplexe (Mandala) Darstellung der Lebensbereiche und Wiedergeburten gemäss dem Tibetischen Buddhismus. Die Lehre basiert auf dem Prinzip, dass Leben Leiden ist. Mit der Lebensführung kann man das Leiden im nächsten Leben beeinflussen.

Unser 'Rad des Lebens' oder 'Mandala' besteht aus einem runden Teller mit runden Schalen, in welchen feine Speisen serviert werden 😋.

>>> weiter nach Nubra Tal

In Ladakh verbringen wir 3 Wochen zusammen mit unserer Freundin Renate. Es ist eine herrlich spannende Zeit in dieser ungewohnten Höhe, doch es geht uns zum Glück glänzend und wir haben keinerlei Beschwerden. Wir bewegen uns in einer gewaltigen wüstenartigen Landschaft mit Oasen und treffen nur auf herzliche Menschen. Es ist ein buntes Völkergemisch.

Jetzt ist schon off-season und es hat nur noch wenige Touristen. Die Hotels und viele Geschäfte schliessen demnächst. Geschäftsleute und Gastarbeiter aus anderen Indischen Regionen und Nepal verreisen nach Goa, wo sie wieder auf Touristen treffen.

An der Sonne ist es angenehm warm, aber im Schatten und am Abend wird es empfindlich kalt. Da man Heizungen hier praktisch nicht kennt, sitzt man jeweils mit Pullover und Fliessjacke im Restaurant. Die Dieselheizung im Tom funktioniert in dieser Höhe übrigens auch nicht.

Ladakh war bis zu seiner Öffnung für Ausländer im 1975 von der übrigen Welt abgeschieden wegen den Konflikten Indiens mit Pakistan und China. Vorher, von 1834 bis 1947 war Ladakh unter Britischer Herrschaft. Zuvor war das Himalaya Gebiet um Ladakh für fast 1'000 Jahre unabhängig und von Königen regiert. Es befand sich jedoch immer im Einflussbereich zwischen Tibet und Kaschmir, zwischen Bhuddismus und Islam. Das Ladakhische Volk ist ein Spiegel seiner Geschichte; meistens sind die Gesichtszüge mongolisch-asiatisch, oft aber auch indo-arisch.

Ladakh (mit Zanskar, Lahaul und Spiti) gehört zusammen mit Bhutan zu den einzigen Orten, wo der Tibetische Buddhismus noch gelebt wird.

Die Präsenz des Indischen Militärs ist enorm (keine Fotos davon) wegen den 'disputed areas' mit Pakistan und China, doch auch die Militärs sind überall sehr freundlich und hilfsbereit. Die Kriminalität ist (eigentlich nicht wegen des Militärs) = 0.

Grün markiert unsere Rundreise mit Renate in Ladakh: Leh – Nubra Tal – Pangong See – Markha Trekking (gestrichelt) – Klöster (die hat es überall).

Orange woher wir gekommen sind.

Ladakh (Leh & Hemis)

Sept/Okt 2015

Jedoch: Alles hat seine Vor-und Nachteile: Nun kriegt man in Leh fast alles, was der Mensch begehrt.

Marktfrauen heute (oben) und früher (unten).

Hier ein paar Fotos von unserer Reise nach Ladakh 1977. Viele Frauen, und auch Männer, trugen noch den traditionellen zylindrischen Hut und Frauen den mit Türkisen belegten Hut.